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5. Juli 2026 · aktualisiert 12. August 2026 · 3 Min. Lesezeit

Was passiert, wenn du deinen Beschützer nicht mehr bekämpfst?

Was passiert, wenn du die Anspannung in dir nicht mehr wegdrückst? Wie du deinem inneren Beschützer begegnest, um aus dem Funktionieren wieder in die Verbundenheit zu kommen.

ZK
von Zerrin KayaSomatische Körperarbeit & NESC®
Was passiert, wenn du deinen Beschützer nicht mehr bekämpfst?

Was passiert, wenn du deinen Beschützer nicht mehr bekämpfst?

Neulich haben wir darüber gesprochen, deinem inneren Beschützer einen Namen zu geben. Um diese blitzschnelle Reaktion deines Nervensystems nicht mehr als deinen eigenen Fehler zu sehen, sondern als eine biologische Antwort, die dich vor Überlastung bewahren will.

Meiner heisst übrigens Ali. Wann immer ich merke, wie meine Schultern hochziehen oder mein System in den automatischen Funktionier-Modus schaltet, sage ich mir leise: „Ah, hallo Ali. Danke, dass du aufpassen willst.“ Das nimmt sofort die Schärfe heraus.

Aber was passiert, wenn der Alarm mitten im Alltag wieder hochsteigt?

Oft versuchen wir, den Impuls sofort wegzudrücken: „Ich muss jetzt ruhig bleiben. Ich darf mich nicht so anstellen.“ Doch gegen das eigene Nervensystem anzukämpfen, erzeugt nur noch mehr Spannung.

3 sanfte Schritte, wenn die Welle hochsteigt:

  1. Den Namen leise aussprechen: Sag dir innerlich: „Ah, hallo [Name]. Ich sehe dich.“ Das bringt dich sofort aus dem Automatismus heraus und schenkt dir diesen winzigen, wertvollen Abstand.

  2. Den Kontakt zum Boden spüren: Verändere nichts an deinem Atem. Spüre deine Fusssohlen auf dem Boden oder dein Gesäss auf dem Stuhl. Gib deinem Körper eine physische Orientierung im Hier und Jetzt.

  3. Keine schnelle Lösung verlangen: Du musst die Anspannung in diesem Moment nicht auflösen. Es reicht völlig aus, dass sie da sein darf, während du bei dir bleibst.

Verbundenheit geschieht nicht durch Härte, Disziplin oder mentale Kontrolle. Sie beginnt genau da, wo du dir erlaubst, deinen Körper wieder wahrzunehmen, ohne ihn korrigieren zu wollen.

Wie heisst dein innerer Beschützer und wann übernimmt er bei dir am häufigsten das Steuer? Lass es mich gerne in den Kommentaren wissen – du bist damit nicht allein. 🤍

Möchtest du tiefer gehen? Lass uns in einem kostenfreien Kennenlerngespräch gemeinsam hinspüren.

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